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Bereich: Biomasse (international)

BioMa Energie AG - Biomasse HKW-Pool (A)
In Österreich wurde im Zuge der vermehrten Nutzung von erneuerbaren Energien im März 2004 die Umsetzung eines wegweisenden Großprojekts gestartet.

Aufbauend auf dem erfolgreichen und als beispielhaft geltenden Projekt "Biomasse-Heizkraftwerk Pfaffenhofen" entstanden in Österreich zeitgleich vier Biomasse-Heizkraftwerke mit einer elektrischen Gesamtleistung von 20 MW. Die in Niederösterreich und Kärnten befindlichen, brennstofflogistisch vernetzten Biomasse-Anlagen verfügen in der Summe über eine thermische Leistung von ca. 100 MW. Diese Einzelanlagengröße hat sich für die Nutzung von naturbelassenen Hölzern im KWK-Prozess zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom grundsätzlich bewährt.

Seit Oktober 2003 wurden rund 60 mögliche Standorte geprüft und die geeignetsten vier Gewerbe- bzw. Industriegebiete ausgewählt.

Projektphasen:
  • Standortauswahl und Standortevaluierung

  • Planung Anlagentechnik / Auslegung

  • Aufbau der Brennstofflogistik und des Brennstoffmanagements

  • emissionsschutzrechtliche Genehmigung

  • Akquisition von Fernwärmekunden

  • Projektsteuerung und Projektmanagement


  • Konzept
    Die in den Biomasse-Heizkraftwerken erzeugte Wärme wird in vorhandene oder neue Fernwärmenetze eingespeist und an verschiedene Verbraucher abgegeben. Eine geeignete Wärmeabnahmestruktur war entscheidend für die Standortwahl.
    Der produzierte Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und nach dem österreichischen Ökostromgesetz vergütet.

    Als Brennstoff für diese Biomasse-Heizkraftwerke kommt Waldhackgut zum Einsatz, das in unmittelbarer Nähe der Anlagen in ausreichenden Mengen von Waldbesitzern und Forstunternehmen erzeugt wird. Die Holzenergienutzung ermöglicht somit eine hohe lokale und regionale Wertschöpfung.

    Über ein entsprechendes Logistiknetz werden die einzelnen Standorte miteinander verbunden, um regionale Marktschwankungen auszugleichen. So kann beispielweise eine Anlage punktuell größere Sondermengen an Holz (bei extremer Borkenkäfersituation, Wind- und Schneebruch etc.) aufnehmen und an die anderen Anlagen über Lkw oder Bahn verteilen. Darüber hinaus ist auch eine Anliefermöglichkeit mittels Binnenschiff an einem Standort gegeben.

    Die Umweltentlastung ist enorm. Mit der Umsetzung des Projektes und der Schaffung dieses Heizkraftwerke-Pools können jährlich fossile Brennstoffe mit einem Energieäquivalent von rund 80 Mio. Liter Heizöl und 220.000 t Kohlendioxid eingespart werden.

    Das Projekt wurde finanziert durch die BioMa Energie AG. Größter Aktionär der BioMa Energie AG ist die Neue Vermögen AG, einer der größten und erfolgreichsten Vermögensverwalter in Deutschland und Österreich. Im Rahmen eines "Private Placement" konnten auch Privatpersonen von diesem ökologischen Projekt profitieren.


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